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Kinder der Neuen Zeit
Kinder der neuen Zeit
Wenn ich heute auf meine eigene Kindheit zurückschaue - mit dem Wissen, dass ich ein Indigokind bin - wundert es mich nicht, welchen Herausforderungen ich im Elternhaus und in der Schule begegnet bin. Schule war für mich eine Qual, dennoch war der Druck da, dies alles bewältigen zu müssen, was man mir abverlangt hat und ich konnte dem, wenn auch nur schwer, Standhalten.
Heute bin ich dankbar, diesen Weg gegangen zu sein und mich so manchem Druck gebeugt zu haben.
Es war kein einfacher Weg, ich hatte meine Lernaufgabe mit auf die Erde gebracht und mir bewußt ausgesucht, wo ich groß werden wollte. Lange habe ich nicht erkannt, was ich lernen sollte, heute weiß ich es. Aus der heutigen Sicht war es mit sehr dienlich und gab mir die Kraft und Stärke UNSEREN Kindern mit Liebe und sehr viel Geduld zu begegnen. Sie zu dem werden zu lassen, was sie heute sind - einfach Kinder der LIEBE und des VERTRAUENS und des GLAUBENS. KINDER AUF DIE ICH MICH VERLASSEN KANN, wenn es darauf ankommt. ABER ihnen auch den Freiraum zu lassen, sich frei zu entwickeln und zu wissen, wo IHR ZUHAUSE ist und wo sie sich anlehnen und LIEBE finden können.
Ich selbst durfte zwei wunderbaren Kindern das Leben schenken (mein Sohn heute 23 und meine Tochter heute 20 Jahre) sind alle Stationen mit mir durchwandert und haben mir immer wieder die Kraft zum weitergehen gegeben. Sie haben sich zu zwei wundervollen Menschen entwickelt, auf die man sich im "Notfall" immer verlassen kann.
Durch meine 2. Ehe bekam ich dann 2002 zwei weitere Kinder - die seit 2005 auch in unserem Haushalt leben - die Kinder meines Mannes aus erster Ehe (der Ältere heute 16 Jahre und unser Nesthäckchen mit heute 11 Jahren) dazu. Wir leben seit Sommer 2005 als Patchwork-Familie und haben so nach und nach richtige Felsbrocken aus unserem Weg räumen dürfen.
Kinder waren für mich schon immer ein Thema - auch haben wir immer wieder die Freunde unserer Kinder mit am Tisch und nicht selten kommt es vor, dass wir dann eine richtig große Mannschaft beim Essen sind. Auch die Freunde unserer Kinder fühlten sich schon immer wohl bei und sitzen auch gerne in großer Runde bei uns mit am Tisch. Alle quasseln quer durcheinander, alle helfen dann beim Tisch abräumen und nicht selten habe wir Übernachtungsgäste und am nächsten Morgen geht es in fröhlicher Runde weiter.
Kinder der Neuen Zeit sind anders - sagt man. Wenn ich zurückdenke, habe auch ich mich immer von meinen Geschwistern unterschieden und konnte nur schwer dem Stand halten, was man in der Schule und auch zu Hause von mir verlangte - oft war es nicht logisch für mich. So sollte ich im Winter mal eine Sonne im Zeichenunterricht malen und ich malte einen Schneemann. Das ging soweit, dass meine Mutter damals in die Schule bestellt wurde. Obwohl ich ein sehr ruhiges, ängstliches und zurückgezogenes Kind war, nahm ich einfach Dinge die für mich nicht "klar" waren nicht an.
Kinder der neuen Zeit sind nicht wirklich "anders" - die ganze Menschheit hat sich geändert und auch wir Eltern sind anders. War früher eine Mutter zu Hause und für die Erziehung und den Haushalt zuständig, so sind diese heute berufstätig und im Dauerstress und die meisten Kinder laufen ihren Eltern hinterher.